Alles rund um das TAXI

Erlangung des Personenbeförderungsscheines und Ausrüstung des Fahrzeuges

Früher wurde ein Taxi als Droschke bezeichnet, heute hat sich der Name „Taxi“ eingebürgert.

Ein Taxi erkennt jeder an dem gelben TAXI – Schild auf dem Dach. Dieses Fahrzeug befördert Personen oder Gegenständen gegen Entgelt und zeichnet sich durch einen Fahrer / Chauffeur aus. Es kann nicht irgendwer so ein Chauffeur/ Fahrer sein. Diese Personen müssen über die IHK gewisse Kurse belegen und durch eine Prüfung bestätigen und ebenso müssen sie eine Ortskundeprüfung bestehen. Ein Führerschein ist natürlich Grundvoraussetzung. Bei Taxifahrern wird er um den Führerschein zur „Fahrgastbeförderung“ erweitert. Um einen Taxischein zu erhalten, bedarf es bestimmter Voraussetzungen, der sogenannte P-Schein wird vom Landratsamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten auf Antrag ausgegeben, sofern die voran genannten Voraussetzungen erfüllt sind:

 

1)      Mindestalter ist 21 Jahre.

2)      Mindestens den Führerschein schon 2 Jahre haben und zwar die Klasse B oder früher Klasse 3

3)      Eine Einverständniserklärung zur Auskunft aus dem Verkehrszentralregister muss vorliegen.

4)      Polizeiliches Führungszeugnis – es darf keine Vorbestrafung vorliegen.

5)      Während der gesamten Dauer der Beantragung des P –Scheines darf der Antragsteller kein Beschuldigter in einem laufenden Strafverfahren sein.

6)      Es dürfen keine schwerwiegenden, gesundheitlichen Einschränkungen bestehen.

7)      Es muss ein augenärztliches Gutachten vorlegt werden.

8)      Es muss ein Attest über eine erfolgreich abgelegte psychologische- physiologische Funktionsleistungsüberprüfung vorliegen.

9)      Es muss eine arbeitsmedizinische Untersuchungsbestätigung vorgelegt werden.

10)  Mündliche und schriftliche bestandene Ortskundeprüfung.

 

Dies sind die wichtigsten Punkte zur Erlangung des Personenbeförderungsscheines. Dieser ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Ansprechpartner für diesen Führerschein ist das jeweilige zuständige Landratsamt. Die zu erfüllenden Bedingungen oder vorzulegende Atteste sind auch von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich. Auch der Prüfungsort für die Ortskundeprüfung. Bei manchen Landkreisen muss die Prüfung beim Tüv abgelegt werden, bei manchen in der Kreisverwaltungsbehörde. Manche Ortskundeprüfungen laufen nur mündlich oder nur schriftlich ab, bei manchen Landkreisen mündlich und schriftlich. Die Kosten der Ortskundeprüfung können zwischen 35,00 und 55,00 EUR liegen und variieren auch wieder in Abhängigkeit vom zuständigen Landkreis.

 

Das gewünschte Fahrzeug muss dann ebenfalls als Taxi ausgerüstet werden. Früher sah man oft die Marke Mercedes und das „bekannte“ Taxigelb. Heute sieht man jedes Modell und auch verschiedene Farben bei den Taxen. Meistens handelt es sich um Limousinen oder Kombifahrzeuge. Fahrzeuge mit mehr als 5 Sitzplätzen werden meistens als Großraumtaxi bezeichnet. Das Taxischild ist das auffälligste Erkennungszeichen. Das Fahrzeug muss mit einem Taxameter (bei Mietwagen heißt es Wegstreckenzähler) ausgerüstet sein, geeicht und muss vom Eichamt bestätigt/ genehmigt werden. Außerdem muss eine Taxi – Alarmanlage installiert sein (meistens blinkendes Taxischild). Es muss die behördlich, erteilte Ordnungsamtnummer im Fahrzeug abgebracht sein sowie die genauen Angaben vom dem Taxibetrieb.

Ein Taxibetrieb unterliegt folgender gesetzlichen Grundlagen: Personenbeförderungsgesetz (PBefG), Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrtunternehmen im Personenverkehr (BOKraft). Der bekannteste Paragraph für das Taxi ist der §46 PBefG und ist auch der Konzession zu finden. Die Konzessionen werden befristet ausgegeben und müssen immer wieder in gewissen Abständen neu beantragt werden. Die große Konzessionurkunde wird meistens zu Hause aufbewahrt. Die kleine Urkunde oder der Auszug aus der Urkunde muss im Fahrzeug mitgeführt werden.

 

Es gibt derzeit 2 Arten von Taxen; das Funktaxi und das Sammeltaxi. Das Funktaxi kann auf jeden möglichen Kommunikationsweg bestellt werden. Das Taxi wird dann per Funk durch die Taxizentrale an die gewünschte Adresse bestellt. Das Sammeltaxi ist für einen Transport für mögliche viele Fahrgäste auf einmal bestimmt.

Neu ist die Taxi – Smartphone App. Hier kann man über eine App in seine Smartphone das gewünschte Taxi bestellen. Diese Art der Taxibestellung ist noch relativ neu, auf Grund der Vielzahl der Smartphonebesitzer sicher auch eine einfache Art, sich ein Taxi zu rufen.

Selbstfahrvermietung – grüne Karte

Die Fahrzeuge in der Selbstfahrvermietungen kommen in der Welt ganz schön rum. Wir wissen, das manche Fahrzeuge in Russland, Tunesien, Marokko, Türkei und überall unterwegs sein können. Mit der grünen Karte ist das scheinbar möglich. Bitte die grünen Karten genau anschauen, es gibt Länder, die stehen zwar auf der Rückseite drauf, sind aber vorne durch gestrichen.
Des Weiteren liegt jedem Vertrag Versicherungsbedingungen zugrunde. Diese beschreiben, wo und in welchen Ländern, Versicherungsschutz besteht. Daher vor jeder Reise genau prüfen, ob Versicherungsschutz besteht und gegebenfalls den Versicherer kontaktieren und sich bestätigen lassen, ob Versicherungsschutz besteht in seinem Reiseziel.

Das gilt natürlich nicht nur für die Selbstfahrvermietung, sondern genauso für jeden PKW in Eigenverwendung, Taxi/ Mietwagen, Lieferwagen und LKW und auch für die zweirädigen Fahrzeuge.

Selbstfahrvermietung – Versicherungen

Selbstfahrvermietung und Versicherung ist ein schwieriges Thema. Es ist heute sehr schwer, einen Versicherer zu finden, der die Selbstfahrvermietung eindeckt. Das Einzelrisiko ist sehr unerwünscht, ebenso die Risiken Anhänger, Quad, Motorrad, Buggy und die Sport- und Luxusfahrzeuge. Eindeckbar sind PKW, Lieferwagen bis 3,5 Tonnen und der LKW über 3,5 Tonnen.  Für die Versicherungen ist es besser und einfacher, mehrere Risiken versichern zu wollen als nur ein einzelnes Risiko. In jedem Fall muss bei einer Neugründung die Gewerbeanmeldungen vorgelegt werden, Umfirmierungen werden ebenfalls ungern gesehen. Bei bestehenden Firmen muss ein Schadensverlauf der mind. letzten 3 Jahre vorgelegt werden. Hierbei ist zu beachten, die Schadensqoute im Bereich von 60% vorteilhaft ist und auch eine langfristige Versicherung bei einer Gesellschaft. Ein regelmäßiges Wechseln der Versicherung wirkt sich nachteilig aus in Prämienverhandlungen.