Flottenversicherung, Fuhrpark oder Stückkosten – Was passt am Besten ?

Wie geht das mit der Flottenversicherung?

Wie geht das mit der Flottenversicherung?

Flottenversicherung:

Eine Flottenversicherung macht bei vielen Fahrzeugen Sinn. Jedes Fahrzeug benötigt einen SFR – Schadensfreiheitsrabatt. Auch bekannt als Prozente. In einem Fuhrpark werden im Verhältnis zu Beitrag und Schadenszahlung eine Quote errechnet. Diese Quote wird auch Fuhrparkgruppe genannt und mit einem Prozentsatz hinterlegt und gilt für alle Fahrzeuge, die in dem Fuhrpark eingegliedert sind. Jedes neu hinzu kommendes Fahrzeug erhält diese Fuhrparkgruppe/ Einstufung an Beginn und kann sich einen SFR – Schadensfreiheitsrabatt aufbauen und die Beiträge halten sich ab Beginn sehr moderat gegenüber einer Neueinstufung.

Ab wann ein Fuhrpark möglich ist zu eröffnen, liegt an der Verwendung der Fahrzeuge. Bei Taxi/ Mietwagen ist es ab 5 Fahrzeugen der gleichen Verwendung möglich. Bei Selbstfahrvermietungen (ohne Chauffeur und gegen Entgeld) ist es ab 10 Fahrzeugen möglich. Bei privat genutzte Fahrzeuge ist bereits ab 3 Fahrzeuge ein sogenannten Kleinflottenmodell möglich.

Wie oben erwähnt, errechnet sich die Fuhrparkgruppe im Verhältnis von Beitrag und Schadenszahlungen. Im ersten Quartal des Folgejahres wird dann diese Quote überprüft und auch angepasst. Die Fuhrparkgruppe kann sich erhöhen, gleich bleiben oder auch verschlechtern. Kündbar sind diese Verträge jedoch wie ein regulärer KFZ Vertrag zum 01.01. eines Jahres mit einer Kündigungsfrist von 1 Monat. Es ist auch möglich, Schäden anteilig zurück zuzahlen, um die Fuhrparkgruppe zu verbessern oder gleich zu lassen wie im vergangenen Jahr.

Es können auch auch bestehende SFR – schadenfreie Jahre in die Fuhrparkberechnung eingebracht werden. Je besser diese SFR, um so besser die Einstufung in die Fuhrparkgruppe. Bei Eröffnung eines Fuhrparkes muss ein Schadensverlauf/ Renta von bisherigen Versicherer über die letzten 3, besser 5 Jahre vorgelegt werden. Diese Renta ist ebenfalls sehr ausschlaggebend für die Berechnung eines Fuhrparkes. Je besser die Schadensquote, umso besser die Einstufung.

Beim Fuhrparkmodell muss immer bei Neuzulassung eine Deckungskarte (EVB) angefordert werden, welche innerhalb von wenigen Minuten erstellt werden kann. Für jedes neu zugelassene Fahrzeug muss ein Antrag bei der Gesellschaft eingereicht werden und diese erstellt an Hand des Antrages einen Versicherungsschein.
Der Fuhrpark ist gegenüber dem Stückkostenmodell verwaltungsintensiv.
Ausserkraftsetzungen müssen dem Versicherer nicht angezeigt werden, das geschieht auch automatisch.

 

Stückkosten Prämie

Unterschiedlich nach Gesellschaft und dem zu zeichnenden Fahrzeugen werden Stückkosten Prämien ab 20 Fahrzeugen angeboten. Die Fahrzeugverwendung ist für alle Fahrzeuge gleich. Die Art der Fahrzeuge kann unterschiedlich sein: PKW, LKW, Lieferwagen oder Wohnmobil. Es wird keine Schadensfreiheitsklasse für die einzelnen Fahrzeuge geführt, so dass im Falle einer Auflösung kein Schadensfreiheitsrabatt mitgenommen werden kann. Wie beim Fuhrpark schauen sich die Versicherer den Schadensverlauf aller Fahrzeuge an, aktuell und wenn möglich aus der Vergangenheit. Liegen nun Anzahl der Fahrzeuge, Schadensdaten, Quoten, Beiträge und am Besten noch ein Verlauf vor, kann die Gesellschaft eine Stückkosten Prämie abgeben. Diese Prämie ist für die jeweilige Art des Fahrzeuges gleich. Es wird ebenfalls zu Eröffnung des Stückostenmodells die Art der Kaskoversicherung und die Höhe der Selbstbeteiligung fest gelegt. Auch diese ist dann immer identisch für die jeweilige Fahrzeugart.
Wichtig ist zu Wissen, das nicht jede Gesellschaft, jedes Risiko zeichnet. Gerade bei Taxis, Personenmietwagen, Selbstfahrvermietfahrzeuge, Busse, gewerbliche Güterbeförderung und andere „schweren Risiken“ ist die Auswahl oft sehr begrenzt. Ein Vergleich unter diesen Gesellschaften kann jedoch einiges an Prämie sparen.
Auch hier ist es immer wichtig, im schweren Risiko auf seine Schadensqoute zu achten. Auch überprüft der Versicherer einmal im Jahr (meistens hier im Juli eines Jahres) die Prämien- und Schadenszahlungen. Anhand dieses Verhältnisses wird dann der Stückkostenbeitrag gesenkt, gehoben oder bleibt gleich. Zu diesem Zeitpunkt kann der Versicherer auch Geld nachfordern oder zurück zahlen.

Die Übersicht über alle Fahrzeuge und deren Beiträge sowie Veränderungen (Zu- und Abmeldungen, Ausserkraftsetzungen) erfolgen nicht wie im Fuhrparkmodell über Versicherungsscheine, sondern über Fahrzeuglisten, die der Versicherer einmal im Monat dem Kunden zur Verfügung stellt. Der Versicherungsnehmer erhält auch eine Dauer-EVB, er muss nicht immer eine Deckungskarte (EVB) anfordern. Auch muss hier nicht für jedes Risiko, das ne hinzu kommt, ein Antrag aufgenommen werden. Es reicht die Einreichung der Fahrzeugscheinkopie. Auch bei einer Ausserkraftsetzung muss nicht extra informiert werden, auch dies geschieht automatisch. Damit ist das Stückkostenmodell nicht verwaltungsintensiv.

Muster Anforderung Schadenverlauf:

Schadenverlaufanforderung

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